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    Moderne Heizungsanlage nach Sanierung
    Ratgeber

    Sanierung: Welche Heizung passt?

    Vier Systeme im Vergleich und die Vorlauftemperatur als Weiche für die Entscheidung.

    Sanierung als Zeitpunkt für den Heizungstausch

    Bei einer Sanierung stellt sich fast immer dieselbe Frage: welche Heizung ersetzt die alte fossile Anlage. Die Antwort hängt weniger vom Wunschsystem ab als von einem einzigen technischen Wert, der Vorlauftemperatur der bestehenden Wärmeverteilung. Radiatoren aus den 1980er- und 1990er-Jahren sind oft für 60 bis 70 Grad ausgelegt, moderne Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bis etwa 55 Grad. Liegt Ihr System darüber, entscheidet sich die Systemwahl an dieser Grenze, nicht an persönlicher Vorliebe.

    Die vier gängigen Alternativen unterscheiden sich vor allem in zwei Punkten: wie viel Platz sie brauchen und wie aufwendig die Bewilligung ist. Keine davon ist die grundsätzlich richtige, jede passt zu bestimmten Voraussetzungen des Gebäudes.

    Worauf es bei der Wahl ankommt

    • Vorlauftemperatur der bestehenden Radiatoren oder Fussbodenheizung
    • Verfügbarer Platz für Aussengerät, Erdsonde oder Pelletlager
    • Bewilligungsaufwand: Lärmschutz bei Luftwärmepumpen, Bohrbewilligung bei Erdsonden
    • Reihenfolge zu geplanten Dämm- oder Fenstermassnahmen
    • Kantonale Vorgaben beim Ersatz einer fossilen Heizung

    So finden Sie das passende System

    Vier Schritte von der Messung bis zur Bewilligung.

    1

    Vorlauftemperatur der bestehenden Anlage messen

    Welche Heizung passt, entscheidet sich zuerst an diesem einen Wert. Unter rund 55 Grad arbeitet eine Wärmepumpe effizient, auch mit den vorhandenen Radiatoren. Liegt die benötigte Temperatur höher, kommen grössere Heizkörper oder eine verbesserte Gebäudehülle als Zwischenschritt infrage.

    2

    Platz und Bewilligungslage prüfen

    Ein Aussengerät für die Luftwärmepumpe braucht keine Bohrung, dafür Abstand zum Nachbargrundstück wegen der Lärmschutzverordnung. Eine Erdsonde braucht eine kantonale Bohrbewilligung. Eine Pelletheizung braucht Lagerraum, etwa so viel wie ein früherer Öltank.

    3

    Systeme anhand von Temperatur und Platz vergleichen

    Erst mit den ersten beiden Werten lässt sich seriös vergleichen: Luft-Wasser-Wärmepumpe als häufigste Wahl ohne Bohrung, Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde für konstant hohe Effizienz, Pellet- oder Holzheizung bei hohen Vorlauftemperaturen oder fehlendem Aussenplatz, Fernwärme, wo ein Netz besteht und die eigene Anlage ganz entfällt.

    4

    Kantonale Vorgaben und Förderung klären

    Beim Ersatz einer fossilen Heizung verlangen die meisten Kantone einen Nachweis, dass ein Teil des Wärmebedarfs erneuerbar gedeckt wird, oder eine Ersatzmassnahme wie eine verbesserte Dämmung. Bund und Kantone fördern den Umstieg zusätzlich, Programme und Beträge unterscheiden sich je nach Standort.

    Die wichtigsten Heizsysteme bei einer Sanierung

    Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am häufigsten gewählte Lösung. Ihr Aussengerät braucht keine Bohrung, erzeugt aber Betriebsgeräusche, die über die Lärmschutzverordnung begrenzt sind. Der Abstand zum Nachbargrundstück beeinflusst den möglichen Standort und sollte vor der Offerte geklärt sein.

    Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde arbeitet ganzjährig auf konstant hohem Niveau, weil die Erdtemperatur in der Bohrtiefe kaum schwankt. Die Bohrung braucht eine kantonale Bewilligung und macht das System in der Anschaffung teurer, dafür sinkt der Stromverbrauch gegenüber der Luftwärmepumpe.

    Eine Pellet- oder Holzheizung eignet sich, wenn hohe Vorlauftemperaturen bestehen bleiben oder kein Standort für ein Aussengerät vorhanden ist. Das Pelletlager braucht etwa so viel Raum wie ein früherer Öltank, meist im Keller. Die CO2-Bilanz ist neutral, solange das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

    Fernwärme entfällt als eigene Heizungsanlage vollständig, wo ein Netz besteht. Weder Wartung noch Brennstofflagerung sind dann nötig. Verfügbarkeit und Anschlusspflicht regelt die Gemeinde, nicht der Kanton.

    Welche Heizung passt zu Ihrer Sanierung?

    Die richtige Wahl steht und fällt mit der gemessenen Vorlauftemperatur Ihrer bestehenden Anlage und dem verfügbaren Platz. Bei einer Besichtigung berechnen wir den Wärmebedarf und ordnen die passenden Systeme ein.

    Was wir für Sie tun:

    • Vorlauftemperatur und Wärmebedarf Ihres Gebäudes messen
    • Neutraler Systemvergleich ohne Verkaufsdruck
    • Information zu kantonalen Vorgaben und Förderprogrammen
    • Transparente Offerte ohne versteckte Kosten

    Wenn Sie den Heizungsersatz konkret angehen möchten: Auf unserer Seite zu Heizungsservice, Reparatur und Ersatz begleiten wir Sie von der Systemwahl bis zur Installation.

    Häufige Fragen zum Heizungsersatz bei der Sanierung

    Vorlauftemperatur, richtige Reihenfolge und Förderprogramme.

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